Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon MTE92 » So 24. Sep 2023, 17:04

Hallo zusammen,

zuerst einmal habe ich wirklich keinerlei Statistikerfahrung und arbeite erst seit ein paar wenigen Wochen mit SPSS und komme leider nun nicht mehr weiter.
Folgendes - wir haben ein Pre/Post Design mit Treatment- und Kontrollgruppen (Befragungen an verschiedenen Schulen durchgeführt, über individuelle Teilnehmercodes die Pre Post Fragebögen in SPSS gemached, da wir auf Individualebene arbeiten sollen). Meine UV ist ja somit Treatment/Control. Ich habe 3 abhängige Variablen (ordinal, da über Skalen gemessen) und 2 Moderatoren (Geschlecht & Vorerfahrung), die jeweils auf eine der abhängigen Variablen wirken. Ebenso habe ich mehrere Kontrollvariablen (Alter, gruppengröße, Schulart sowie 6 ordinale (entweder vollständige Skalen oder Subskalen)).

Cronbach's Alpha habe ich für alle Variablen, sowohl für t0 als auch t1 berechnet und bin mir bezüglich der Korrelationsmethode nun nicht sicher. Muss ich eine Korrelationsanalyse nach Pearson machen? Wenn ja, mit den t0 Werten oder t1? Oder macht man hier eine bivariate bzw partielle Korrelation? Wenn ja, mit welchen Werten?
Und kommen alle Variablen in die Korrelationsanalyse oder lässt man welche weg?

Nachdem die Korrelationsanalyse durchgeführt wurde, welches Modell kann man anwenden? Ich dachte zuerst an eine ANCOVA mit Messwiederholung, doch ich weiß nicht, ob und wie man die Moderatoren mitberücksichtigen kann. Mein Statistikprofessor hat mir zu einem SEM Modell geraten, doch als absoluter Anfänger, trau ich mir dies nicht zu, da ich auch keinerlei Erfahrung mit anderen Statistikprogrammen habe.

Meine Überlegeungen sind nun folgende, sind ANOVA, ANCOVA oder MANCOVA mit Messwiederholungen mögliche Methoden, wie man die Hypothesen (sprich, das eine Interaktion zu einer Veränderung der AV führt) messen kann?

Muss ich außer Cronbachs ALpha, Korrelationen auch noch andere Sachen messen, wie zB t-Test oder ähnliches?

Vielen Dank vorab!!!

Viele Grüße
MTE
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Re: Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon PonderStibbons » So 24. Sep 2023, 17:59

Cronbach's Alpha habe ich für alle Variablen, sowohl für t0 als auch t1 berechnet und bin mir bezüglich der Korrelationsmethode nun nicht sicher. Muss ich eine Korrelationsanalyse nach Pearson machen? Wenn ja, mit den t0 Werten oder t1? Oder macht man hier eine bivariate bzw partielle Korrelation? Wenn ja, mit welchen Werten?
Und kommen alle Variablen in die Korrelationsanalyse oder lässt man welche weg?

Du hast nicht geschildert, welche konkreten Fragestellungen Du mit diesen Korrelationsanalysen beantworten willst.

Und die Angabe der Stichprobengrößen fehlt.

Nachdem die Korrelationsanalyse durchgeführt wurde, welches Modell kann man anwenden? Ich dachte zuerst an eine ANCOVA mit Messwiederholung,

Das geht nicht, weil Deiner Aussage nach Deine abhängigen Variablen ordinalskaliert sind.
doch ich weiß nicht, ob und wie man die Moderatoren mitberücksichtigen kann. Mein Statistikprofessor hat mir zu einem SEM Modell geraten, doch als
absoluter Anfänger, trau ich mir dies nicht zu, da ich auch keinerlei Erfahrung mit anderen Statistikprogrammen habe.

Geht aus demselben Grund wie oben nicht. Und unbedingt einleuchten finde ich ein SEM hier auch nicht.
Eher ein Mehrebenenmodell, wenn die AVs intervallskaliert wären.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon bele » So 24. Sep 2023, 18:54

MTE92 hat geschrieben:Hallo zusammen


Hallo!

zuerst einmal habe ich wirklich keinerlei Statistikerfahrung [...] 3 abhängige Variablen (ordinal, da über Skalen gemessen)


Nun Skalen ist ein Teekesselchen. Auch Grad Celsius oder Fahrenheit sind Skalen und die sind beide intervallskaliert. Skalen aus Fragebögen von denen man ein Cronbachs Alpha berichten kann sind sehr oft Likertskalen und die werden in der Regel eben nicht als ordinalskaliert sondern als intervallskaliert betrachtet.

Dieser Unterschied verändert Deine Frage so fundamental, dass man eigentlich nicht weiter reden muss, bis das geklärt ist. Vielleicht liest Du Dir das hier mal durch und entscheidest dann, wie Du weiter recherchierst: nutzung-des-forums-f44/likertskalen-und-anderes-t9192.html

LG,
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Re: Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon MTE92 » So 24. Sep 2023, 19:59

Hallo,

ja entschuldige! Bei den AV‘s handelt es sich immer um Likert- Skalen.

LG
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Re: Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon MTE92 » So 24. Sep 2023, 20:05

Uns wurde nur gesagt dass wir korrelationsanalysen durchführen müssen. Ich denke es soll dabei der linerare Zusammenhang gemessen werden ? Könnte das sein?

Was müsste ich alles bei einem mehrebenenmodell beachten? Es würde mir sehr helfen, wenn es eine Schritt für Schritt Anleitung gäbe. Welche Tests man vorab durchführen muss und welche Kriterien gegeben sein müssen, damit man ein Mehrebenenmodell durchführen kann.

Vielen Dank vorab und Lg!
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Re: Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon MTE92 » So 24. Sep 2023, 20:10

Bezüglich der stichprobengröße habe ich insgesamt N= 156 Schüler. Von diesen sind N=99 Control und N=57 treatment
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Re: Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon PonderStibbons » So 24. Sep 2023, 20:31

MTE92 hat geschrieben:Hallo,

ja entschuldige! Bei den AV‘s handelt es sich immer um Likert- Skalen.

Likert-Skalen (Messintrumente, die aus mehreren Items vom Likert-Typ bestehen, die summiert werden, i.d.R. als intervallskaliert behandelt),
oder einzelne Items vom Likert-Typ, mit Likert-Antwortformat (streng genommen ordinalskaliert)?

Vielleicht schilderst Du einmal konkret, wie diese Messungen gestaltet sind.

Uns wurde nur gesagt dass wir korrelationsanalysen durchführen müssen.

Von wem? Wozwischen? Und zu welchem Zweck?
Ich denke es soll dabei der linerare Zusammenhang gemessen werden ? Könnte das sein?

Das wären Fragen an den Aufgabensteller/Betreuer? Wir sind ganz weit weg
von Deiner konkreten Situation, die zudem nur rudimentär skizziert wurde.
Was müsste ich alles bei einem Mehrebenenmodell beachten? Es würde mir sehr helfen, wenn es eine Schritt für Schritt Anleitung gäbe. Welche Tests man vorab durchführen muss und welche Kriterien gegeben sein müssen, damit man ein Mehrebenenmodell durchführen kann.

In was für einem Kontext spielt sich das ab? Ist das eine akademische Übung, keine reale Studie?

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon MTE92 » So 24. Sep 2023, 21:03

Hallo,

das ist eine reale Studie im Rahmen eines Forschungsprojektes, welches über 2 Semester im Masterstudium erfolgt. In den letzten Monaten haben wir mehrere Schulen besucht und eine Interaktion mit einem Roboter durchgeführt. Dabei wurden 3 Schulen befragt, je 3 Klassen, wovon eine immer die Treatmentgruppe (die einen Roboterworkshop hatten) und die beiden anderen die Kontrollgruppen ohne Workshop.

LG
Zuletzt geändert von MTE92 am Fr 29. Sep 2023, 17:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon PonderStibbons » Mo 25. Sep 2023, 08:10

Eine einfache Verfahrensweise wären drei gemischte Varianzanalysen für
Messwiederholung mit den Einflussgrößen Gruppe, Innersubjektvariable
Messzeitpunkt (prä, post), Moderatoren. Also die bereits angedachte
Kovarianzanalyse mit Messwiederholungen.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Korrelationsanalyse, welche Methode bei Pre/Post Design?

Beitragvon MTE92 » Mo 25. Sep 2023, 09:32

Vielen Dank!!!

Müssen bestimmte Annahmen vorliegen um solch eine Methode anwenden zu können? Wenn ja welche sind diese?

Könnte man statt 3 ANCOVAs mit messwiederholungen auch eine zweifaktorielle Mancova mit messwiederholung durchführen?
Und um die Korrelationen und normalverteilung zu prüfen, nehme ich die Präwerte der AV‘s oder bilde ich neue variablen (post-Prä)?

Lg
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