Hallo,
ich habe mit der Qualitativen Inhaltsanalyse (skalierend) nach Mayring gearbeitet.
Dafür habe ich Interviews anhand eines deduktiven Kategoriensystems eingeschätzt und zwar auf unterschiedlichen (meist dreistufigen) Skalen.
Da es sich um eine Interventionsstudie handelt (Vorher-Nachher-Vergleich) möchte ich das Ganze nun in SPSS überführen. Da der Datensatz nicht so groß ist, kann ich das notfalls händisch machen.
Aber für mich stellt sich nun die Frage, wie ich die verbalisierten Skalen und in Zahlen überführe und was es dabei zu beachten gilt.
Ich tendiere dazu, einfach das Format 0-1-2 oder 1-2-3 zu wählen - spricht etwas für die eine oder andere Variante oder auch gegen beide?
Die Skalenpunkte heißen z.B. kennt sich sehr gut aus - etwas aus - gar nicht aus. Oder auch kennt viel - mittel - wenig.
Natürlich ist sehr gut - etwas und gar nicht was anderes als viel-mittel-wenig (unterschiedliche Abstände, keine Äquidistanz zu gegeben) aber die Daten sind ja ohnehin nur ordinalskaliert, macht das also was?
Zwei Antwortskalen sehen etwas anders aus: formuliert klare Lernziele, formuliert mindestens vage Lernziele, formuliert keine Lernziele. Und Schülerzentrierter Unterricht - eher Schülerzentriert - eher Lehrerzentriert - Lehrerzentrierter Unterricht.
Kann ich da auch einfach das Format 2-1-0 bzw. 4-3-2-1 wählen? Das letzte klingt zwar vielleicht erstmal nach einer Nominalskala, ist in meinem Verständnis aber doch ordinalskaliert, da schülerzentriert das beste wäre und lehrerzentrierter Unterricht das schlechteste, es ist also nicht einfach nur anders, sondern gibt ein klares besser als (und man könnte die Skala wahrscheinlich auch nennen: Schülerzentrierter Unterricht: gar nicht - wenig- viel- ausschließlich).
Bin gespannt auf eure Einschätzungen!
Viele Grüße
DocX