Hallo,
Ich habe folgende Frage bzw. Problem:
Ich möchte herausfinden ob mit zunehmenden Radverkehrsaufkommen (mehr Radfahrern pro Tag), die Wettersensibilität der Radfahrer sinkt, sprich ob bei durchschnittlich mehr Radfahrern pro Jahr auch bei unangenehmen Wetter (Regen, niedriger, hoher Temperatur) mehr Personen das Fahrrad nutzen. (prozentuell)
Dazu habe ich Daten von einigen Raddauerzählstellen die die täglichen querenden Radfahrer aufzeichnen sowie die Lufttemperatur (in °C) und den Niederschlag (in mm). Vollständige Datenaufzeichnungen gibt es seit 2003. Das Radverkehrsaufkommen ist seitdem gestiegen. Das ist aus dem Jahres-DTV (Durchschnittlichen tägl. Verkehr) ersichtlich. Meine Überlegung ist nun folgende:
Ich bilde Temperaturkategorien in 5 Grad-Schritten (von <10°C, -10°C bis -5,1°C, -5 bis 0°C,.... 25,1°C bis 30°C, >30°C) sowie Niederschlagskategorien (kein Niederschlag, leichter Niederschlag (<10mm/tägl.), schwerer Niederschlag (>10mm/tägl.)). Dann werte ich für Werktage, Samstage und Sonn- und Feiertage den DTV aus und weise diesen Wert der entsprechenden Kategorie zu. Als Beispiel: Am 3.2.2003 (Montag) betrug die Tagesmitteltemperatur 3,1°C und es fiel 3mm Regen an Station X. An Station X fuhren an diesem Tag 345 Personen mit dem Rad vorbei. So würde ich jetzt 345 in die Kategorie "0°C bis 5°C" (Werktage) und leichter Regen schreiben. Das wird für jeden Tag des Jahres gemacht.
Nach Fertigstellung dieses Schrittes würde ich das arithmetische Mittel für jede Kategorie berechnen und diesen dann mit dem Jahres-DTV (jeweils für Werktag, Samstag und Sonn- und Feiertag) in Verhältnis stellen. Dann könnte ich Aussagen folgender Art stellen: "Bei einer Tagesmitteltemperatur zwischen 0°C und 5°C querten an Werktagen die Station X im Jahr 2003 durchschnittlich 472 Radfahrer, das entspricht 35,6% im Vergleich zum Jahres-DTV an Werktagen für die Station X im Jahr 2003.
Das selbe mache ich für das Jahr 2013. Und dann würde ich die beiden Jahre und Stationen vergleichen. Schlussendlich könnte ich dann dadurch ermitteln, ob die Wettersensibilität der Radfahrer in diesen 10 Jahren gesunken, gestiegen oder in etwa gleichgeblieben ist. Wenn, um wieder das Beispiel aufzugreifen, 2003 bei einer Tagesmitteltemperatur 0°C und 5°C 35,6% das Fahrrad nutzten und 2013 43,7%, dann wäre die Wettersensibilität der Radfahrer zumindest in dieser Kategorie gesunken. Es trotzten also bei 0 bis 5°C 8,1% mehr Radfahrer 2013 dieser Lufttemperatur als 2003.
Meine Frage ist nun ob ich das grundsätzlich so rechnen kann oder ob ein Denkfehler meinerseits vorliegt und vor allem ob ich die Temperatur- (und auch Niederschlags-)-werte für das Jahr 2003 und 2013 kalibrieren bzw. anpassen muss, da natürlich nicht die gleichen Wetterverhältnisse vorlagen. Wenn ja, wie mache ich das am besten? Oder gibt es eine andere bessere Gesamtlösung?
Ich hoffe ich habe mein Problem einigermaßen verständlich beschrieben und bedanke mich schon einmal für die Hilfe.