Hallo Andi,
ich glaube ich verstehe "2 und mehrere unabhängige Stichproben" nicht so recht. Sind es 2 (unab.) Stichproben oder mehr als 2 Stichproben? Oder sind es tatsächlich einfach zwei Analysen, also:
1) Du willst 2 (unabh.) Gruppen miteinander vergleichen. AV = ordinalskaliert
2) Du willst >2 (unabh.) Gruppen miteinander vergleichen. AV = ordinalskaliert
Wenn dem so sein sollte, dann ist deine Auswahl an Hypothesentests korrekt!
Etwas Allgemeineres sei noch am Rande erwähnt: Parametrische Verfahren haben bestimmte Voraussetzungen für ihre Anwendung:
1. AV muss (in der Population!) normalverteilt sein (nicht in der Stichprobe! Klassischer und grobes Dauermissverständnis so ziemlich aller Studenten und Dozenten!)
2. AV muss intervallskaliert sein
Non-Parametrische Verfahren (wie die, die du vernwenden möchtest) haben diese Voraussetzungen nicht. Genauer gesagt nicht mehr die Voraussetzung der nv der AV. Allerdings haben Non-P.-Verfahren dennoch Nachteile. So ist die
Teststärke stark reduziert, was wiederum daran liegt, dass weniger Informationen aus den Daten bei non-parametrischen Verfahren verwendet werden.
Kleiner Exkurs Teststärke: Die Teststärke ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Effekt auch gefunden wird, wenn es einen gibt (etwas vereinfacht ausgedrückt...). Je höher also die Teststärke, desto eher wirst du einen signifikanten Effekt auch als signifikant entdecken.
Weiterer Nachteil: Es dir eigentlich nicht möglich Effektstärken bei non-parametrischen Verfahren zu berechnen (die du aber wahrscheinlich eh nicht berechnen wolltest
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).
Es gibt Literatur, die die Verwendung parametrischer Verfahren, trotz Verletzung ihrer Voraussetzungen, empfehlen:
Beispielsweise: Bühner, Z. & Zieler, M. (2011). Statistik für Psychologen und Sozialwissenschaftler. München: Pearson. S. 268-270 (Kap. 5.2 "Nonparametrische Verfahren").
Falls du dich für parametrische Verfahren entscheiden solltest:
1) 2 unabh. Stichproben: t-Test
2) >2 unabhängige Stichproben: Varianzanalyse ("ANOVA")
Viele Grüße
Cadee