Von Anfang an nicht-parametrische Verfahren?

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Von Anfang an nicht-parametrische Verfahren?

Beitragvon Timedrop » So 27. Jul 2014, 14:02

Hallo liebes Forum,

ich habe eine sehr kleine Stichprobe. Nun habe ich immer wieder im Zusammenhang mit verschiedenen Verfahren gelesen, dass man bei n <20 gleich nichtparametrisch rechnen soll.
Meine Gruppen haben n1=9 und n2=11 Teilnehmer.

Sollte ich dann von vornherein alle Analysen auf nichtparametrischer Basis rechnen?

Vielen Dank im Voraus!

Viele Grüße

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Re: Von Anfang an nicht-parametrische Verfahren?

Beitragvon DHA3000 » Mo 28. Jul 2014, 13:19

Keine Ahnung, was du mit "alle Analysen" meinst.
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Re: Von Anfang an nicht-parametrische Verfahren?

Beitragvon bele » Mo 28. Jul 2014, 14:53

@TD: Parametrische Statistiken erfordern Daten, die gewisse Vorgaben haben. Oft: Normalverteilung. Wenn Du aus anderen Gründen weist, dass Deine Daten verlässlich aus einer normalverteilten Grundgesamtheit stammen, dann darfst Du parametrische Verfahren verwenden. In der Regel weiß man das nicht. Dann kann man entweder aus der großen Zahl der eigenen Beobachtungen versuchen, die Normalverteilungsannahme zu begründen oder man kann sich darauf verlassen, dass viele statistische Verfahren bei großen Zahlen recht robust gegenüber Verletzungen der Normalverteilungsannahme werden. Beides kannst Du mit Deinen kleinen Zahlen nicht.
Wenn Du also keine guten theoretischen Gründe dafür hast, dass Deine Daten aus einer normalverteilen Grundgesamtheit stammen, dann benutzt nichtparametrische Verfahren.

Kurz gesagt: Ja!

LG,
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Re: Von Anfang an nicht-parametrische Verfahren?

Beitragvon Lukki » Mo 28. Jul 2014, 15:56

Hm, und wenn er/sie zum Beispiel ein Generelles lineares Modell (GLM) rechnen will unter Annahme einer Poissonverteilung, also eben einer nicht-Normalverteilung, was bei Zähldaten ja zu vermuten ist? Dann benutzt er/sie doch auch ein parametrisches Testverfahren, oder?

Ich finde er/sie sollte die Frage klären, was getestet werden soll, dann lässt sich auch eine genauere Aussage über das jeweilige Testverfahren tätigen.

beste Grüße,
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Re: Von Anfang an nicht-parametrische Verfahren?

Beitragvon Timedrop » Di 29. Jul 2014, 09:26

Danke für die Antworten!

Ich untersuche Zusammenhänge zwischen drei Variablen, zu welchen die Probanden stündlich elektronisch einen Fragebogen ausfüllen. So habe ich zwischen 15 und 35 Messungen pro Person und Variable.

Ich gehe davon aus, dass die Daten in der Grundgesamtheit normalverteilt sind. Allerdings habe ich mit meinen Daten den Shapiro-Wilk-Test durchgeführt und gesehen, dass die Normalverteilungsannahme verletzt ist (Zumindest für die gemessenen Variablen). Wenn ich die demographischen Daten (Alter, Schulbildung...) teste, kommt aber wiederum teilweise eine Normalverteilung raus. Wie gehe ich denn in so einem Fall vor wenn von einer Stichprobe die einen Daten normalverteilt sind, die anderen nicht?

LG

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