Auswertung eines Wahrnehmungsexperiments

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Auswertung eines Wahrnehmungsexperiments

Beitragvon Ente_Person » Di 9. Jul 2013, 13:37

Hallo,

Ich habe einige Fragen zur Auswertung eines Wahrnehmungsexperiments.
Ich werde zunächst die Situation beschreiben, und dann die Fragen stellen.

Zum Experiment:

Ausgangsstimuli in 6 Qualitäten wurden präsentiert und sollten von den Versuchspersonen
einer dieser Qualitäten zugeordnet werden.

Das Experiment wurde an 30 Versuchspersonen durchgeführt.

Als UV wurden je bestimmte Eigenschaften der Stimuli manipuliert.
Die Stufen heißen n, d, p, i.

Als AV wurden für jede Versuchsperson die Antworten (Zuordnung zu einer Qualität) in
allen Stufen der UV erhoben.

Es interessieren die Häufigkeiten Korrekter Zuordnungen.

Die vorliegende Datenmatrix enthält die VPn in den Zeilen, und die Variablenstufen in den Spalten.
Ein Zelle enthält die relative Häufigkeit (r.H) Korrekter Zuordnungen der Versuchsperson i in Stufe j.

Die Inhaltlichen Hypothesen sind:

1: Die r.H (korrekter Zuordnungen) insgesamt liegt über der bei "Erraten" zu erwartenden Rate

2: Die r.H (korrekter Zuordnungen) in den Stufen ist unterschiedlich

3: Konkret soll gelten für die r.H: n > Rp > Ri > Rd

Meine Fragen:

Welches Verfahren bietet sich für Hypothese 1 an? (Binomialtest?)

Lässt sich der der Einsatz von t-Tests oder Anova mit post hoc kontrasten
für die Hypothesen 2,3 prinzipiell rechtfertigen, welche anderen (nonparametrischen?) Verfahren bieten sich an ?

Shapiro-Wilk-Tests für die einzelnen Stufen gaben bis auf Stufe d Verletzungen der Normalverteilungsvorraussetzung an. (kann man diesen Test in dieser Situation eigentlich anwenden ?)

Für die Auswertung nutze ich R, falls jemand konkrete Befehle vorschlagen möchte.

Vielen Dank für Ihre/Eure Mühe und einen schönen Tag ! Christoph
Ente_Person
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Re: Auswertung eines Wahrnehmungsexperiments

Beitragvon PonderStibbons » Di 9. Jul 2013, 15:13

1: Die r.H (korrekter Zuordnungen) insgesamt liegt über der bei "Erraten" zu erwartenden Rate

Da müsste man wohl erstmal einen intraidividuellen Gesamtwert bilden.
Den könnte man dann (je nach Stichprobengröße) mit einem Einstichproben
t-Test oder einem Einstichproben-Wilcoxon-Vorzeichenrangtest gegen den
Erwartungswert testen.
2: Die r.H (korrekter Zuordnungen) in den Stufen ist unterschiedlich

Friedman Test.
3: Konkret soll gelten für die r.H: n > Rp > Ri > Rd

3 Wilcoxon-Vorzeichenrangtests.

Mit freundlichen Grüßen

P.
PonderStibbons
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