von PonderStibbons » Mo 28. Okt 2013, 16:22
Jede Studie vergleicht eine Stichprobe aus Kontrollprobanden mit einer
Stichprobe von Behandelten. Angegeben ist bei jeder Studie für jede
Stichprobe die Zahl der Probanden und die Zahl der Ereignisse.
Außerdem ist für jede Studie das Ergebnis des Vergleich Kontrolle/Behandelt
als Relatives Risiko angegeben und auch grafisch veranschaulicht.
Da es sich bei den einzelnen Studienergebnissen jeweils um Ergebnisse
auf Basis von Stichprobendaten handelt, muss man damit rechnen, dass
die einzelnen Ergebnisse (die RR) aufgrund des Stichprobenzufalls höher oder
niedriger ausfallen als die "wahre" RR in der Grundhgesamtheit, aus der die
Stichproben gezogen wurden. Diese Unsicherheit spiegelt sich im 95%
Konfidenzintervall wieder. Das Konfidenzintervall (die Unsicherheit) ist
bei kleinen Stichproben größer als bei großen Stichproben. Auf Basis von großen
Stichproben hat man im Schnitt kleinere Stichprobenfehler als auf
Basis von kleinen Stichproben. Entsprechend werden Studien mit kleineren
Stichproben geringer gewichtet.
Berührt das Konfidenzintervall einer einzelnen Studie den Wert RR=1, so ist
das Ergebnis dieser einzelnen Studie für sich genommen inferezstatistisch nicht
signifikant. Allerdings geht es hier nicht um Einzelstudien, sondern um
die Zusammenschau mehrerer Studien. Auf Basis der Synthese der einzelnen
Studien wird hier am Ende eine Gesamtbeurteilung abgeleitet, ob RR in der
Grundgesamtheit als > 1 bzw. < 1 angenommen werden kann, oder ob
die Hypothese beizubehalten ist, dass RR in der Grundgesamtheit = 1 ist.
Mit freundlichen Grüßen
P.