Wilcoxon erlaubt?

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Wilcoxon erlaubt?

Beitragvon polymorpher » Di 5. Nov 2013, 11:55

Liebe Forennutzer,

meine Frage bezieht sich auf die Nutzung des richtigen statistischen Verfahrens.

letztlich habe ich einen Methodenvergleich in der gleichen Stichprobenpopulation ..also eine gebundene Stichprobe.
Das Problem besteht darin, dass ich Werte für die erste Methode nur als relativen Anteil an der zweiten Methode messen kann, sprich
z.B. Methode 1 ergibt bei Patient 1 einen Gesamtdosisanteil von 88% ...100% wäre Methode 2 ..ich habe also für die Stichprobe eine konstante Variable von 100% auf der einen Seite und variierende (nicht-normalverteilte) relative Werte auf der anderen SEite.

SPSS ergibt für Methode 1.

Deskriptive Statistik
Statistik Standardfehler
RelativeDoseR Mittelwert 80.544 .5578
95% Konfidenzintervall des Mittelwerts Untergrenze 79.450
Obergrenze 81.639
5% getrimmtes Mittel 79.841
Median 76.900
Varianz 308.598
Standardabweichung 17.5669
Minimum 43.1
Maximum 125.0
Spannweite 81.9
Interquartilbereich 21.6
Schiefe .686 .078
Kurtosis .009 .155


Insgesamt ergibt sich nach Shapiro-Wilk keine Normalverteilung.

Darf man zum Methodenvergleich hier den Wilcoxon-Test für gebundene Stichproben verwenden? wenn die Methode 2 immer den Wert 100 annimmt, da es sich um relative Werte in Bezug auf Methode 2 handelt?
polymorpher
Grünschnabel
Grünschnabel
 
Beiträge: 3
Registriert: Di 5. Nov 2013, 11:48
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 0 mal in 0 Post

Re: Wilcoxon erlaubt?

Beitragvon PonderStibbons » Di 5. Nov 2013, 12:50

Willst Du die Frage beantworten, ob die Werte der Methode positiv (> 100) oder negativ
(< 100) von 100 abweichen? Das wäre ein Enstichproben-Wilcoxon-Vorzeichenrangtest
oder auch, einfacher, der Einstichproben t-Test. Die leider nicht angegebene Stichprobengröße
liegt anscheinend im vierstelligen Bereich; in dem Fall wäre die Frage nach Normalverteilung beim t-Test
vernachlässigbar.

Mit freundlichen Grüßen

P.
PonderStibbons
Foren-Unterstützer
Foren-Unterstützer
 
Beiträge: 11368
Registriert: Sa 4. Jun 2011, 15:04
Wohnort: Ruhrgebiet
Danke gegeben: 51
Danke bekommen: 2504 mal in 2488 Posts

Re: Wilcoxon erlaubt?

Beitragvon polymorpher » Di 5. Nov 2013, 14:35

Zunächst danke für deine Antwort.

ich möchte allgemein beschreiben ob es einen signifikante positive oder negative relative abweichung von 100% gibt (aus den messergebnissen erwartet man jedoch eine
mittlere negative abweichung von 20% (80).

Die Stichprobe ist etwa n= 1000
Komischerweise bekomme ich jedoch für die Methode 1 keine Normalverteilung per SPSS ..sodass ich dachte ich muss den von dir vorgeschlagenen
Einstichproben-Wilcoxon-Vorzeichenrangtest benutzen?
polymorpher
Grünschnabel
Grünschnabel
 
Beiträge: 3
Registriert: Di 5. Nov 2013, 11:48
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 0 mal in 0 Post

Re: Wilcoxon erlaubt?

Beitragvon PonderStibbons » Di 5. Nov 2013, 15:09

Zur Normalverteilung und t-Test habe ich mich bereits geäußert,
der Wilcoxon scheint für Deine Zwecke ebenfalls brauchbar.

Mit freundlichen Grüßen

P.
PonderStibbons
Foren-Unterstützer
Foren-Unterstützer
 
Beiträge: 11368
Registriert: Sa 4. Jun 2011, 15:04
Wohnort: Ruhrgebiet
Danke gegeben: 51
Danke bekommen: 2504 mal in 2488 Posts

Re: Wilcoxon erlaubt?

Beitragvon polymorpher » Di 5. Nov 2013, 15:12

Du hast dich zwar zur Normlaverteilung und t-Test geäussert ..ich muss zugeben ..verstanden hatte ich dies jedoch nicht

Wenn ich nun den Wilcoxon anwende bekomme ich eine asymptotische signifikanz von .000 ... das bedeutet ich kann p=0.000 schreiben oder wäre korrektier p<0.001?
polymorpher
Grünschnabel
Grünschnabel
 
Beiträge: 3
Registriert: Di 5. Nov 2013, 11:48
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 0 mal in 0 Post


Zurück zu Allgemeine Fragen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 18 Gäste