Guten Tag! Ich habe ein Problem mit Range Restriction und einige Fragen dazu..
Ich führe eine Studie (n=1000) durch, in der das Spekrum der Symptomschwere (Depressivität Selbstrating auf dem PHQ-9) begrenzt wurde auf den mittleren Bereich (Punktwert 5-14; es sollten nur leicht- bis mittelgradig depressive Personen für die Studie zugelassen werden, daher wurden alle mit leichteren oder schwereren Depressionen im Online-Fragebogen zur Baseline automatisch ausgeschlossen. Daraus folgt offenbar auch, dass die interne Konsistenz des Fragebogens sehr gering wird.
1) Ist die Reliabilität des Fragebogens durch die range restriction bei der Stichprobe dann tatsächlich schlecht, oder ist das ein methodisches Artefakt?
2) Jemand schlug vor, lieber die Retest-Reliabilität zu berichten. Aber macht das überhaupt Sinn, bei einem zeitlichen Abstand von 3 Monaten und einer Intervention/Treatment dazwischen?
3) Eignet sich der PHQ-9 mit dieser geringen Varianz für weitere Längsschnittanalysen (zur Post-Erhebung war wieder die komplette Range des PHQ-9 erlaubt) Oder wäre es klüger, gleich mit dem Fremdrating-Fragebogen zu arbeiten, wo es keine Range Restriction gab?
Über Hilfe würde ich mich sehr freuen!
Herzliche Grüße,
Johanna