Vorgehensweise gesucht / 2 dichotome av

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Vorgehensweise gesucht / 2 dichotome av

Beitragvon Lau_ra » Sa 18. Okt 2014, 13:28

Hallo zusammen,

Ich habe

- 2 dichotome AV (ja/nein)
- 10 UV (manche dichotom, manche intervall) wobei sich diese inhaltlich in 2 Bereiche gliedern lassen

Ziel 1: Einflüsse der 10 UV auf die beiden AVs untersuchen
Ziel 2: Analysieren ob die beiden AVs besser durch die UVs des ersten Bereiches oder von den UVs des zweiten Bereiches vorhergesagt werden können

Wie geh ich das an?

Über Hilfe wäre ich sehr dankbar, Liebe Grüße
Laura
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Re: Vorgehensweise gesucht / 2 dichotome av

Beitragvon PonderStibbons » Sa 18. Okt 2014, 14:26

Ich habe
- 2 dichotome AV (ja/nein)
- 10 UV (manche dichotom, manche intervall) wobei sich diese inhaltlich in 2 Bereiche gliedern lassen

Was heißt das konkret, was erfassen die? Wie
sehen Thema, Fragestellung, Erhebungsdesign,
Stichprobengröße der Studie aus?
Ziel 1: Einflüsse der 10 UV auf die beiden AVs untersuchen

Durch alle 10 simultan?

Wie verteilen sich jeweils die Häufigkeiten auf ja/nein
bei den beiden abhängigen Variablen?
Ziel 2: Analysieren ob die beiden AVs besser durch die UVs des ersten Bereiches oder von den UVs des zweiten Bereiches vorhergesagt werden können

Wieviele AVs gehören denn nun zu dem einen und
zu dem anderen Bereich?
Wie geh ich das an?

Kommt u.a. auf Dein Vorwissen und den Kontext an -
wofür bzw. für wen machst Du die Auswertung?

Mit freundlichen Grüßen

P.
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Re: Vorgehensweise gesucht / 2 dichotome av

Beitragvon Lau_ra » Sa 18. Okt 2014, 17:14

- Geplant ist eine Umfrage (Korrelationsstudie) im psychologischen Bereich (Stichprobengröße etwa 100-300 Personen) Die Auswertung ist für eine Abschlussarbeit
- AV: Hilfeverhalten (Würden Sie helfen ja/nein (1/0 kodiert).
- "Durch alle 10 simultan" ja. aber nicht mit multipler Regression oder?
- Wie sich die Häufigkeiten auf ja/nein verteilen weiß ich noch nicht aber vermutlich ist es sehr ungleich (vllt 20% ja)
- "Wieviele AVs gehören denn nun zu dem einen und zu dem anderen Bereich?"
Meintest du UVs? Das ist auch nich nicht so ganz klar (bin halt bei der Planung) Evt. werden es auch 7 UVs im Bereich A und 6 UVs im Bereich B. Die beiden AVs sind für beide Bereiche gleich relevant! Es sollen also 10 oder evt. 13 (UV) Einflüsse auf AV1 und AV2. berechnet werden (für jede AV separat)

LG,
L.
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Re: Vorgehensweise gesucht / 2 dichotome av

Beitragvon PonderStibbons » So 19. Okt 2014, 12:11

Es wäre wie gesagt schön zu wissen gewesen, was es mit den Prädiktoren
inhaltlich auf sich hat.

"n=100 bis 300" ist noch etwas diffus. Vor einer Studie sollte man eine
Abschätzung versuchen, was man an Stichprobengröße für seine
Analyseziele braucht, bzw. welche Analyseziele mit einer gegebenen
Stichprobengröße erreichbar sind. Im konkreten Fall:
- "Durch alle 10 simultan" ja. aber nicht mit multipler Regression oder?
- Wie sich die Häufigkeiten auf ja/nein verteilen weiß ich noch nicht aber vermutlich ist es sehr ungleich (vllt 20% ja)

In Frage kommt eine multiple binäre logistische Regression. Allerdings
erfordert die pro Prädiktor mindestens 10-15 Fälle in der kleineren
Gruppe der abhängigen Variablen. Im vorliegenden Fall bei 20% in der
kleineren Gruppe und 10 Prädiktoren ein n von mindestens 500. Mit
n=100 kämst Du also nicht weit (20 Fälle in der kleineren Gruppe).

Falls Du 2 verschiedene Modelle aufstellen und vergleichen möchtest,
welches der beiden die bessere Vorhersageleistung bringt, muss ich
leider passen. Anhand welcher Kenngröße und mit welchen Methoden
man logistische Regressionsmodelle dahingehend vergleichend testen
kann, ist mir nicht bekannt.

LG,

wtf

Mit freundlichen Grüßen

P.
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Re: Vorgehensweise gesucht / 2 dichotome av

Beitragvon Lau_ra » Do 23. Okt 2014, 13:34

Inhaltlich gehts bei den Prädiktoren um ganz verschiedene Variablen wie Geschlecht(dichotom) oder Stress (intervall)

"Allerdings erfordert die pro Prädiktor mindestens 10-15 Fälle in der kleineren Gruppe der abhängigen Variablen"
Ok und wenn man die einfach nicht hat ist das Fazit: Die Daten sind nicht auswertbar?? Die Fragestellung ist nicht beantwortbar?
Oder kann man es einfach trotzdem anwenden solange man die Nichteinhaltung der Voraussetzungen kritisch anmerkt...?

MfG
L.
Lau_ra
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Re: Vorgehensweise gesucht / 2 dichotome av

Beitragvon PonderStibbons » Do 23. Okt 2014, 14:47

Ok und wenn man die einfach nicht hat ist das Fazit: Die Daten sind nicht auswertbar?? Die Fragestellung ist nicht beantwortbar?

Das heißt, dass man sich bei der Auswahl seiner Fragen und
bei seinen entsprechenden Analysen weise beschränken muss.
20% / 80% -Verteilung in der AV und beispielsweise n=200
wären ja imerhin schon 40 Fälle, da kann man ein Modell mit
3 oder 4 Prädiktoren rechnen.
Oder kann man es einfach trotzdem anwenden solange man die Nichteinhaltung der Voraussetzungen kritisch anmerkt...?

Es geht nicht um "kritisch anmerken". Es geht darum, dass z.B.
die Vorhersage von 20 Fällen durch 13 Prädiktoren mit hoher
Wahrscheinlichkeit Unbrauchbares produziert. Und zwar vorhersehbar.
Daher wäre es angebracht, die Stichprobe möglichst groß zu machen
und/oder die Zahl der Fragestellungen bzw. Prädiktoren zu
beschränken. Aber ausschlaggebend bin ja nicht ich, sondern sind
Dein Betreuer und Deine Gutachter, insofern bin ich für die Frage
eher der falsche Adressat.

Mit freundlichenen Grüßen

P.
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