Signifikanzniveau

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Signifikanzniveau

Beitragvon Rina01 » Sa 15. Nov 2014, 13:54

Hallo an alle,

wenn ich statistische Berechnungen mit SPSS anstelle, um eine ungerichtete Hypothesentestung vorzunehmen, muss ich ja eine 2-seitige Signifikanz ausgeben lassen. Wenn ich aber dann den berechneten p-Wert dann in dieser Zeile ablese bin ich mir unsicher, von welchem Signifikanzniveau ich dann ausgehen muss? Also muss ich den berechneten Wert mit einem Signifikantniveau von 0,025 als Referenzwert vergleichen oder berechnet SPSS das schon ein und ich kann den ermittelten 2-seitigen SIgnifikanzwert "im Kopf" mit o,o5 abgleichen?
Ich teste nämlich in meiner Abschlussarbeit sowohl gerichtete als auch unterrichtete Hypothesen und bin mir unsicher, welches Signifikanzniveau ich im Teil "statistische Auswertung" angeben soll.

Vielen Dank für die Hilfe und mit freundlichen Grüßen,

Rina01
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Re: Signifikanzniveau

Beitragvon PonderStibbons » Sa 15. Nov 2014, 14:30

wenn ich statistische Berechnungen mit SPSS anstelle, um eine ungerichtete Hypothesentestung vorzunehmen, muss ich ja eine 2-seitige Signifikanz ausgeben lassen.

Das ist etwas sinnverwirrend. Es gibt gerichtete und ungerichtete (Arbeits-)Hypothesen.
Die kann man aber nicht testen. Zumindest nicht mit Signifikanztests. Deswegen geht
man den Umweg über Nullhypothesentests. Wobei ein zweiseitiger Null-Hypothesentest
Standard ist, unabhängig davon, ob die Arbeitshypothese gerichtet ist oder nicht.
Also muss ich den berechneten Wert mit einem Signifikantniveau von 0,025 als Referenzwert vergleichen oder berechnet SPSS das schon ein und ich kann den ermittelten 2-seitigen SIgnifikanzwert "im Kopf" mit o,o5 abgleichen?

Ganz verstehe ich die Frage vielleicht nicht, aber das Testergebnis ist das eines
zweiseitigen Tests, da muss man nichts mehr durch teilen.
Ich teste nämlich in meiner Abschlussarbeit sowohl gerichtete als auch unterrichtete Hypothesen

Ich hoffe, das bedeutet nicht, dass Du einseitige neben zweiseitigen
Signifikanztests rechnen willst. Gerichtetheit einer Arbeitshypothese
zieht mitnichten einen einseitigen Test nach sich. Deswegen sieht man
in der Literatur ja selbst bei gerichteten Fragestellungen nur in Ausnahmen
mal einen einseitigen Test. Wenn nicht besondere Umstände vorliegen,
solltest Du Dich, zumal als Laie, einfach an den Stndard halten. Siehe
auch http://www.uni-graz.at/ilona.papousek/t ... s/faq.html FAQ #3

Mit freundichen GRüßen

P.
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Re: Signifikanzniveau

Beitragvon Rina01 » So 16. Nov 2014, 04:52

Vielen Dank für die Hilfe.

Meine Formulierungen waren leider zu umfachlich.
Ja, getestet werden stets die Nullhypothesen. Dabei sind die Arbeitshypothesen abhängig von der empirischen Datenlage, ungerichtet oder gerichtet (tatsächlich gerechtfertigt) formuliert. Wenn ich unterrichtete Arbeitshypothesen habe und damit nicht weiß, in welche Richtung eine Abweichung zu vermuten ist, muss doch die festgelegte Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 % auf diese beiden Seiten aufgeteilt werden. Darauf bezog sich meine Frage. Wenn ich nun einen berechneten Signifikanzwert von z.B. .042 ausgegeben bekomme, gleiche ich diesen nun mit dem Signifikanzniveau .5 oder .025 ab, um eine Aussage darüber zu treffen, ob es sich oder ob es sich nicht um ein überzufälliges Ereignis handelt (ich weiß, leider wieder sehr unwissenschaftlich formuliert).

Mit freundlichen Grüßen,

Rina01
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Re: Signifikanzniveau

Beitragvon PonderStibbons » So 16. Nov 2014, 19:36

Wenn ich nun einen berechneten Signifikanzwert von z.B. .042 ausgegeben bekomme, gleiche ich diesen nun mit dem Signifikanzniveau .5 oder .025 ab,

0,05, es gibt da kein Problem.

Mit freundlichen Grüßen

P.
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Re: Signifikanzniveau

Beitragvon Rina01 » So 16. Nov 2014, 20:20

0,05, es gibt da kein Problem.

Mit freundlichen Grüßen

P.


Vielen Dank für die Hilfe !!!
Rina01
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