Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon moniXoX » Fr 12. Dez 2014, 21:38

Hallo zusammen,

in meiner Bachelorarbeit möchte ich gerne folgende Hypothesen überprüfen:

Mitarbeiter, die eine transformationale Führung wahrnehmen, unterscheiden sich im affektiven,normativen,kalkulativen Commitment (=Bindung) gegenüber der Tätigkeit, dem Team und der Führungskraft.
Mitarbeiter, die eine transformationale Führung wahrnehmen, weisen eine höheres affektives Commitment gegenüber der Tätigkeit auf.

Leider hatte ich davor noch nie Statistik und mir fällt das relativ schwer, einen Zusammenhang zu bekommen :roll:
Ich habe mich schon eingelesen, aber mir fehlt das Verständnis, wie was zusammen gehört und hoffe ihr könnt mir helfen.

Werde im ersten Teil des Fragebogens, Fragen zur transformationaler Führung stellen und im zweiten Teil, Fragen zu z.B. affektiven Commitmen in Bezug auf Tätigkeit, affekt. Commitment in Bezug auf das Team usw.
Antwortmöglichkeiten sind: 1 trifft nicht zu - 5 trifft voll zu (intervallskala oder ordinalskala?).
Habe nun gelesen, dass mit dem t-test untersucht werden kann, ob sich zwei empirisch gefundene Mittelwerte systematisch voneinander unterscheiden.
Kann ja dann zwei Gruppen bilden (nehmen Führungsstil war und nehmen nicht diesen Führungsstil war) und kann dann die Mittelwerte vergleichen oder?
Muss aber auch ein Signifikanzniveau und auch die Effektstärke festlegen oder?
Dann habe ich in den Zusammenhang auch gelesen, dass wenn die Varianzhomogenität verletzt wird, auch mit Hilfe des Wech-Test korrigierte p-Wert verwendet werden kann. Könnt ihr mir kurz erklären, was das bedeutet. Also muss ich dann erst mit dem Wech-test das p ausrechnen um dann weitermachen zu können? Hat das auch was mit der Poweranalyse zu tun?

Andere Möglichkeit ist doch auch die Zusammenhänge zwischen transformationaler Führung und den verschiedenen Commitment mit Pearson-Korrelation zu berechnen oder?

Ist die Auswertung mit Excel möglich oder ratet ihr mir zu einen Programm, wie SPSS?

Vielen Dank im Voraus.

Moni
moniXoX
Beobachter
Beobachter
 
Beiträge: 10
Registriert: Fr 12. Dez 2014, 21:02
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 0 mal in 0 Post

Re: Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon bele » Sa 13. Dez 2014, 00:52

Hi,

ich rate Dir, Dich mit der Pearson-Korrelation und darüber hinaus auch mit dem Spearman-Korrelationskoeffizienten zu beschäftigen. Mach die Analyse so einfach wie möglich - das könnte in diesem Fall Spearman-Korrelation sein. Wenn Du Dich mit Deinem Thema und Statistik und einer neuen Software beschäftigen musst, wird das bestimmt recht viel. Das wäre der einzige Grund, der für Excel sprechen könnte. Sonst spricht alles für ein speziellen Statistikprogramm, wie SPSS eines ist.

LG,
Bernhard
----
`Oh, you can't help that,' said the Cat: `we're all mad here. I'm mad. You're mad.'
`How do you know I'm mad?' said Alice.
`You must be,' said the Cat, `or you wouldn't have come here.'
(Lewis Carol, Alice in Wonderland)
bele
Schlaflos in Seattle
Schlaflos in Seattle
 
Beiträge: 5928
Registriert: Do 2. Jun 2011, 23:16
Danke gegeben: 16
Danke bekommen: 1403 mal in 1389 Posts

Re: Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon moniXoX » Sa 13. Dez 2014, 13:47

Auswertung.pdf
Entwurf
(40 KiB) 176-mal heruntergeladen
Hallo,

vielen Dank schonmal für deine Antwort.

Die Pearson-Korrelation setzt ja voraus, dass die Antworten intervallskaliert sind, Normalverteilugng und Linearitätsbedingung.
Normalverteilung wird mit der Standardabweichung berechnet und für die Linearitätsbedingung muss ich Streudiagramme erstellen oder?

Jetzt noch eine andere Frage zum Auswerten des Fragebogens bzw. welche Werte eigentlich relevant sind.
Wenn ich ein Fragebogen erstelle mit z.B. einen Block zu transformaler Führung mit 5 Fragen und dann ein Block zu affekt.Commitment gegeüber der Tätikeit und dann noch ein Block zu affekt.Commitment gegenüber dem Team mit jeweils 5 Fragen.
Trans.Führung
Frage 1
Frage 2
...
affek. Commitment gegenüber der Tätigkeit
Frage 1
Frage 2
...

Dann habe ich doch erstmal bei der Auswertung die "Rohdaten". Wie komme ich auf die y-Werte und die x-Werte?
Habe eine Datei angehängt, da ist aufgeführt, woran ich auch schon scheitere.... :oops:

Hoffe ihr könnt ein bisschen nachvollziehen, was ich meine und mir vielleicht helfen.

Danke,
Moni
moniXoX
Beobachter
Beobachter
 
Beiträge: 10
Registriert: Fr 12. Dez 2014, 21:02
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 0 mal in 0 Post

Re: Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon moniXoX » Mo 15. Dez 2014, 23:49

Hallo nochmal,

ich habe weiter recherchiert und würde gerne wissen, ob ich auf den richtigen Weg bin.

Ich würde gerne die Korrelation zwischen der Fühurng und Commitment berechnen und es wird ein Unternehmen mit ca. 50 Mitarbeiter befragt.
Meine Fragen zur transformationaler Führung besteht aus 4 Dimensionen mit 2-3 Faktoren und die haben wiederrum insgesamt 27 Items.
Meine Frage z.b. zum affektiven Commitemnt gegenüber der Tätigkeit hat nur 6 Items.

1.Schritt: Faktorenanalyse - ich muss aufpassen, dass die Items gleich gepolt sind
2.Schritt: Reliabilitätsanalyse mit cronbachs alpha
3.Schritt: Gesamtscore bilden - nehme ich da den Mittelwert oder die Summe?
Somit entstehen die Variable X (Affekt.Commitment) und Y(Führung)
4.Schritt: Korrelationsanalyse ist mit den Variablen X und Y möglich

Bitte um kurze Antwort.

Danke,
Moni
moniXoX
Beobachter
Beobachter
 
Beiträge: 10
Registriert: Fr 12. Dez 2014, 21:02
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 0 mal in 0 Post

Re: Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon strukturmarionette » Di 16. Dez 2014, 00:46

Hi,

4 Dimensionen mit 2-3 Faktoren und die haben wiederrum insgesamt 27 Items


- Welche Auffassung einer Dimension vs. eines Faktors liegt hier zugrunde?

Gruß
S.
strukturmarionette
Schlaflos in Seattle
Schlaflos in Seattle
 
Beiträge: 4356
Registriert: Fr 17. Jun 2011, 22:15
Danke gegeben: 32
Danke bekommen: 587 mal in 584 Posts

Re: Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon PonderStibbons » Di 16. Dez 2014, 09:49

ca. 50 Mitarbeiter befragt.

insgesamt 27 Items.

1.Schritt: Faktorenanalyse -

Diese basiert dann auf 351 Korrelationskoeffizienten, was angesichts
von gerade mal 50 Probanden wohl nicht sehr stabile Resultate
erbringen würde.

Wieso überhaupt noch eine Faktorenanalyse, ist Dein Fragebogen denn
selbstgestrickt und unüberprüft? Zumal Dich anscheinend nicht der
Gesamtfragebogen interessiert, sondern nur die bestehende Commitment-
Skala.

Bitte um kurze Antwort.

Maximal wieviele Zeichen sind denn Deine Vorgabe?

Mit freundlichen Grüßen

P.
PonderStibbons
Foren-Unterstützer
Foren-Unterstützer
 
Beiträge: 11368
Registriert: Sa 4. Jun 2011, 15:04
Wohnort: Ruhrgebiet
Danke gegeben: 51
Danke bekommen: 2504 mal in 2488 Posts

Re: Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon moniXoX » Di 16. Dez 2014, 10:59

Hallo,

transformationale Führung wird unterteilt in Idealized Influence, Inspirational Motivation, Intellectual Stimulation und Individual Consideration und z.b. zu Idealized Influence Faktoren wie Vertrauen und Vorbild mit jeweils die unter 2-3 Items.
Es gibt schon geprüfte ähnliche Fragebogen, aber ich würde die bestehenden Fragebogen abändern und nur die Fragen stellen, die mein Thema betreffen.
Ich dachte, da ich einen Fragebogen sozusagen zusammenstelle, muss ich erstmal mit der Faktorenanlayse überprüfen, welche Items ich zusammen nehmen darf.

Mich interessiert dann, wie die Führung mit Commitment korreliert. Deswegen dachte ich, ich muss mit allen Items zu Führung einen Gesamtscore bilden und mit den Items zum Commitment einen Gesamtscore und dann mit denen eine Korrelationsanalyse durchführen.

Oder ist ein anderes Verfahren aufgrund der geringen Befragten sinnvoller?

Vielen Dank für eure Hilfe,
Moni
moniXoX
Beobachter
Beobachter
 
Beiträge: 10
Registriert: Fr 12. Dez 2014, 21:02
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 0 mal in 0 Post

Re: Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon PonderStibbons » Di 16. Dez 2014, 11:58

Es gibt schon geprüfte ähnliche Fragebogen, aber ich würde die bestehenden Fragebogen abändern und nur die Fragen stellen, die mein Thema betreffen.

Was das konkret bedeutet, weiß ich leider nicht.
Ich dachte, da ich einen Fragebogen sozusagen zusammenstelle, muss ich erstmal mit der Faktorenanlayse überprüfen, welche Items ich zusammen nehmen darf.

Hat ein Faktorenanalyse mit n=50 durchzuführen Dein Betreuer berets abgesegnet?
Mich interessiert dann, wie die Führung mit Commitment korreliert. Deswegen dachte ich, ich muss mit allen Items zu Führung einen Gesamtscore bilden und mit den Items zum Commitment einen Gesamtscore und dann mit denen eine Korrelationsanalyse durchführen.

Verstehe ich nicht. Der Ursprungsfragebogen dreht sich doch um
transformationale Führung, was gibt es da herauszunehmen? Und
die Fragen zur persönlichen Verpflichtung stammen von woanders
her, oder etwa nicht?

Mit freundlichen Grüßen

P.
PonderStibbons
Foren-Unterstützer
Foren-Unterstützer
 
Beiträge: 11368
Registriert: Sa 4. Jun 2011, 15:04
Wohnort: Ruhrgebiet
Danke gegeben: 51
Danke bekommen: 2504 mal in 2488 Posts

Re: Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon moniXoX » Di 16. Dez 2014, 20:50

Mein Betreuer hat sich nicht wirklich dazu geäußert, ob die Anzahl schlecht ist oder nicht. Die Umfrage erfolgt in einem Unternehmen, welches ich als Beispiel in meiner Arbeit anführe.

Ja der erte Teil des Fragebogens besteht nur aus Fragen zu Führung und sozusagen der zweite Teil des Fragebogens zu Fragen zum Commitment. Dann brauche ich keine Items ausschließen (dachte nur wegen der Reliabilitätsanalyse mit cronbachs alpha, falls das alpha zu gering ist, gibt es die Funktion sich anzuzeigen zu lassen, welches Item man auschließen soll).

Das bedeutet, ich könnte gleich den Gesamtscore von Führung und Commitment bilden und dann eine Korrelationsanalyse durchführen?

Danke,
Gruß,
Moni
moniXoX
Beobachter
Beobachter
 
Beiträge: 10
Registriert: Fr 12. Dez 2014, 21:02
Danke gegeben: 0
Danke bekommen: 0 mal in 0 Post

Re: Bachelorarbeit - Fragebogen auswerten

Beitragvon PonderStibbons » Di 16. Dez 2014, 22:41

Ich kenne Deine Verfahren nicht. Wenn Sie bereits bewährt sind
und das messen, was Du untersuchen willst, dann solltest Du in einer
Bachelorarbeit mit n=50 im Zweifel vielleicht nicht in den Skalen
herumfuhrwerken.
Ergebnisse mit selbstgebastelten/eigens modifizierten Skalen sind
nur fraglich generalisierbar und mit Ergebnissen anderer Studien nicht
gut vergleichbar.

Mit freundlichen Grüßen

P.
PonderStibbons
Foren-Unterstützer
Foren-Unterstützer
 
Beiträge: 11368
Registriert: Sa 4. Jun 2011, 15:04
Wohnort: Ruhrgebiet
Danke gegeben: 51
Danke bekommen: 2504 mal in 2488 Posts

Nächste

Zurück zu Allgemeine Fragen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 17 Gäste