Hallo erstmal,
habe eine relativ grundlegende Frage bei den Skalenniveaus.
Bitte auch Soziologen und verwandte Wissenschaftler anschauen, auch wenn ich hier Pflanzenbeispiele habe, habe ich die Methode aus einer Soziologie-Statistik Vorlesung
Zunächst mal zum Datensatz:
Ich habe ca. 600 Flächen, auf diesen befindet sich eine Pflanzenart, welche durch Parasiten in drei Stufen des Befalls eingestellt werden kann:
Stufe 0: kein Befall
Stufe 1: weniger als 50% der Pflanze befallen und
Stufe 2: mehr als 50% der Pflanze befallen
In meinem Programm (SPSS) ist der Code dafür:
Stufe 0: 1
Stufe 1: 2
Stufe 2: 3
gut, im nächsten Schritt bestimme ich, wieviel % der Pflanzen in jedem Quadrat zu den entsprechenden Stufen gehören:
Flächenanteil 1: 0-25% gehören zur Kategorie
Flächenanteil 2: 25-50% gehören zur Kategorie
Flächenanteil 3: 50-75% gehören zur Kategorie
Flächenanteil 4: über 75% gehören zur Kategorie
SPSS Code:
Flächenanteil 1: 1
Flächenanteil 2: 2
Flächenanteil 3: 3
Flächenanteil 4: 4
als Beispiel: im ersten Quadrat gehören sind 25% der Pflanzen als Stufe 1, 50% als Stufe 2 und 25% als Stufe 3 eingestuft.
Ok, jetzt habe ich für die Berechnung noch eine Gewichtung eingebaut:
Stufe 1 wird 1x gewichtet,
Stufe 2 wird 2x gewichtet und
Stufe 3 wird 3x gewichtet.
Dies ist notwendig, damit ich einen Gesamteindruck des Zustandes der Pflanzen im Quadrat erhalte.
Diesen Gesamteindruck berechne ich mit den Codes wie folgt für das Beispiel: im ersten Quadrat gehören sind 25% (Code 1) der Pflanzen als Stufe 1 (Code 1), 50% (Code 2) als Stufe 2 (Code 2) und 25% (Code 1) als Stufe 3 (Code 3) eingestuft:
Berechnung:
Summe (Code der Stufe * Code der Fläche * Gewichtung) / (Code der Fläche * Gewichtung)
also für das Beispiel:
((1x1x1)+(2x2x2)+(1x3x3)) / (1x1)+(2x2)+(1x3)
= 2.25
So, und jetzt zur eigentlichen Frage:
nachdem ich nun rumgerechnet habe, kann ich ja eine große Bandbreite an Ergebnissen erreichen.
Ich bin der Meinung, dass ich in einer Vorlesung zur Statistik in Soziologie mal gehört habe, dass in Fragebogen gerne in einer solchen Weise Ordinale Daten in intervalle umgewandelt werden, um darauf statistische Tests anzuwenden.
Weiß jemand, ob ich das richtig in Erinnerung habe (wenn ja evtl eine Quelle) oder ob da ein grober Fehler im Gedankengang steckt?
Grüße