Fehlende Werte

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Fehlende Werte

Beitragvon MatthiasK » So 18. Jan 2015, 14:23

Hallo,

ich habe in einer Population verschiedene psychosoziale Variablen und Diagnosen erhoben.Die Daten habe ich in SPSS eingegeben. Im Teil der deskriptiven Statistik möchte ich einfach die Häufigkeiten anschauen etc.
Bsp. Anzahl Diagnosen x . Häufigkeiten, Prozent, gültige Prozent. Später wollte ich dann die Diagnosen für verschiedene Teile der Population anschauen(Geschlecht, Alter) und die Mittelwerte vergleichen.
Bisher habe ich immer die gültigen Prozent angegeben, allerdings gibt es innerhalb der verschiedenen Variablen starke Schwankungen bezüglich der fehlenden Werte.

- Darf ich überhaupt mit den "gültigen Prozent" arbeiten?
- Wäre es besser mit den Häufigkeiten zu arbeiten? Anstatt 15% haben Diagnose x, lieber 10 Leute haben Diagnose x ?
- Wie gehe ich mit den fehlenden Werten um? Ich habe mir verschiedene Arbeiten zu ähnlichen Themen angeschaut und dort finde ich auch nur Häufigkeits oder Prozentangaben, und ich vermute,dass auch nicht immer 100% aller Variablen vollständig sind.

Vielen Dank
MatthiasK
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Re: Fehlende Werte

Beitragvon strukturmarionette » So 18. Jan 2015, 15:59

Hi,

soweit es eine deskriptive Stichprobenbeschreibung betrifft, kannst Du nichts falsch machen, wenn Du je Variable immer die Anzahlen der fehlenden Werte mitaufführst.

Die Verfahren zur Behandlung fehlender Werte bei weitergehenden Anlaysen sind ein sehr weites Feld.
Schreibe diesbezüglich am besten genau auf, was Du machen willst.

Gruß
S.
strukturmarionette
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Re: Fehlende Werte

Beitragvon MatthiasK » Mo 19. Jan 2015, 13:22

Danke für die schnelle Antwort.
Ich werte u.a Gutachten aus und lese die Gutachten und schreibe dann beispielsweise "Anzahl Diagnosen Kreislaufsystem" auf. Bisher habe ich immer mit den gültigen Prozent gearbeitet aber ich wollte jetzt folgendes Vorgehen wählen:
Ich arbeite mit den Häufigkeiten, d.h bsp. 100 Personen haben überhaupt eine Diagnose aus dem Bereich Kreislaufsystem und dann weiter differenziert 10 Personen haben "5 Diagnosen" ,20 Personen "3 Diagnosen" etc.
Grafisch stelle ich dann auch nur die positive Anzahl an Diagnosen dar, denn "keine Diagnose" wird im Text nicht erwähnt, sondern nur die positiven Diagnosen, so dass es doch keinen Unterschied gibt zwischen "0 Diagnosen" und "fehlenden Werten" und man bei "fehlenden Werten" davon ausgeht, dass keine Diagnose gestellt wurde. Wenn ich dann für jede Tabelle/Grafik die Anzahl "n" angebe, müsste ich doch auf der sicheren Seite sein oder gibt es irgendwelche Einwände?
Ich hoffe mal, die Frage klingt nicht zu banal ;)

Vielen Dank
MatthiasK
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