Interpretation des Levene-Tests

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Interpretation des Levene-Tests

Beitragvon miner » Di 2. Dez 2014, 11:50

Es ist weitverbreite, einen nicht-signifikanten Levene-Test so zu interpretieren, dass die Annahme der Varianzenhomogenität beibehalten werden kann, z.

Eigentlich ist der Umkehrschluss, dass etwas gleich ist nur weil kein Unterschied nachgewiesen werden kann, nicht zulässig.

Sehe ich das richtig?

Gibt es eine bessere Möglichkeit, Varianzengleichheit zu überprüfen?
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Re: Interpretation des Levene-Tests

Beitragvon miner » Di 10. Feb 2015, 11:52

Die Frage beschäftigt mich immer noch. Auch wenn keiner eine fertige Lösung parat hat, so würden mich doch eure Gedanken interessieren.
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Re: Interpretation des Levene-Tests

Beitragvon PonderStibbons » Di 10. Feb 2015, 12:17

Bei niedriger statistischer Trennschärfe (power) aufgrund
kleiner Stichproben kann der Test Varianzunterschiede
in der Grundgesamtheit nur bei sehr großen Varianzunterschieden
in der Stichprobe nachweisen. Dadurch können kleine oder gar
mittlere Unterscheide ggfls. ohne Nachweis bleiben (Fehler
2. Art). Es ist allgemein so, dass der Nichtnachweis eines
Effektes kein Nachweis eine Nichteffektes ist, bei niedriger
power wird dies augenfällig. Als Alternatve zu Tests stehen
m.W. nur grafische Verfahren oder freie Beurteilung der
Varianzunterschiede in der Stichprobe zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

P.
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Re: Interpretation des Levene-Tests

Beitragvon miner » Do 5. Mär 2015, 12:31

PonderStibbons hat geschrieben:Bei niedriger statistischer Trennschärfe (power) aufgrund
kleiner Stichproben kann der Test Varianzunterschiede
in der Grundgesamtheit nur bei sehr großen Varianzunterschieden
in der Stichprobe nachweisen. Dadurch können kleine oder gar
mittlere Unterscheide ggfls. ohne Nachweis bleiben (Fehler
2. Art). Es ist allgemein so, dass der Nichtnachweis eines
Effektes kein Nachweis eine Nichteffektes ist, bei niedriger
power wird dies augenfällig. Als Alternatve zu Tests stehen
m.W. nur grafische Verfahren oder freie Beurteilung der
Varianzunterschiede in der Stichprobe zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

P.


Ja, das sehe ich auch so.

Das war aber nicht die Frage.

Ich versuche es noch mal zu verdeutlichen:

Man hat eine Äquivalenzhypothese, zu deren Testung man aber einen Unterschiedshypothesentest verwendet. Müsste man nicht, unabhängig von dem von Dir beschriebenen Problem, die Annahme der Varianzengleichheit mit einem Äquivalenzhypothesntest untersuchen?
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Re: Interpretation des Levene-Tests

Beitragvon PonderStibbons » Do 5. Mär 2015, 12:42

Das ist bei Streuungen wohl nicht grundsätzlich anders als bei Mittelwerten.
Warum recherchierst Du nicht einfach mal nach "equivalence testing"
homogeneity of variances
oder ähnlichem.

Mit freundlichen Grüßen

P.
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