PonderStibbons hat geschrieben:Die Fragen setzen sich stets aus mehreren Items zusammen, die jeweils als 9-Point Likert-Skalen konzipiert sind.
Meint das: die Skala setzt sich aus mehreren Items vom Likert-Typ zusammen?
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Ja, genau. Jedes Item ist als Likert-Skala angelegt, hier ein Beispiel wie es aufgebaut ist:
FRAGE: Wie stehen sie zu der Werbeanzeige?
Antwortmöglichkeiten(ITems):
1. Ich weiss das die beworbene Marke eine zuverlässige und seriöse Marke ist.
trifft überhaupt nicht zu---2---3---4---5---6---7---8--trifft vollkommen zu
2. Diese Werbung macht falsche Angabenj zum Produkt
trifft überhaupt nicht zu---2---3---4---5---6---7---8--trifft vollkommen zu
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Das Fachbuch gibt schon den C.-Alpha-Wert mit an, somit liege ich doch richtig, wenn ich die Items zu der Frage zusammenfassen kann, weil ja die Korrelation bereits bestätigt ist?
Wenn die Messungen schon erfolgreich überprüft und eingesetzt wurden,
kannst Du sie vermutlich übernehmen.
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Das klingt gut:)
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Ich habe die Items mit dem Median zusammengerechnet und nun pro Frage einen Wert(Den Median der Items). Da die Fragen in Summe das Markenwissen definieren, wollte ich aus den einzelnen Medianen einen Mittelwert bilden, dieser sollte mir dann als Wert der abhängigen Variablen zur weiteren Analyse dienen...weiß jemand, ob ich diese "doppelte komprimierung" vornehmen kann?
Stand das so im Fachbuch? Was man bei Likert-Skalen tut
(falls es welche sind, also die Items tatsächlich vom Likert-Typ),
ist Addition der Item-Werte zu einem Gesamtwert für jeden
Probanden. Mit diesem Messwert kann man dann weiter
verfahren, z.B. Mittelwert über alle Probanden bilden.
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Es steht nicht im Fachbuch das die Items addiert werden können, aber durch die Angabe des Alpha-Wertes dachte ich man könnte diese Zusammenfassung fahren?
Ich habe 144 Antwortbögen, mit 5 Fragen vom o.g. Typ. Für jeden Bogen bilde ich jetzt den Median pro Frage, habe also die Fragen mit den Likert-Items auf fünf Werte reduziert
Beispiel:
Frage1 mit 8 Items --> Median der 8 Items, um einen Wert für die Frage zu haben
Frage 2 mit 5 Items --> Median der 5 Items, um einen Wert für die Frage zu haben
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Ergebnis ist:
Median Frage 1
Median Frage 2
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Jetzt nehme ich diese Mediane der 5 Fragen und bilde den Mittelwert.
Jetzt habe ich also 144 einzelne Werte (Mittelwerte von: [Median Frag1, Median Frage 2,....])
Diese 144 Werte habe ich jetzt, als Wert der abhängigen Variable.
Enthalten sind in diesen Bögen mehrere Ausprägungen der UV.
Das Experiment fand wie folgt statt: Je 1/4 der 144 bekamen unterschiedliche Szenarien vorgesetzt:
36 Bögen Social Media High --> D.h. Werbeanzeige mit hohem Involvement, im Kanal SM, also eine Werbung in einer Facebook-Chronik
36 Bögen Social Media Low --> D.h. Werbeanzeige mit niedrigem Involvement, im Kanal SM, also eine Werbung in einer Facebook-Chronik
36 Bögen Print Low --> D.h. Werbeanzeige mit niedrigem Involvement, im Kanal Print, also eine Werbung in Magazin (Focus)
36 Bögen Print High--> D.h. Werbeanzeige mit hohem Involvement, im Kanal SM, also eine Werbung in einem Magazin (Focus)
Hier soll nun eine Auswertung erfolgen, welcher Kanal eine höhere Werbewirkung (Markenwissen) produziert.
Zusätzlich wird das Involvement betrachtet, ob hier ein zusätzlicher Effekt auftritt
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Das Involvement lässt sich nicht vom Kanal trennen, sprich das Bild(Werbung) was in den beiden Kanälen gezeigt wird ist fest mit einer Involvement-Ausprägung verknüpft.
Verstehe ich leider nicht. Was heißt das konkret?
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Involvement bedeutet:
"Von Involvement spricht man im Marketing, wenn der Konsument empfindet, dass ein Produkt etwas mit dem Konsumenten selbst und dessen Persönlichkeit zu tun hat, dass ein Kauf also eine spürbare Auswirkung auf den Käufer zur Folge hat." (wikipedia.de)
Ich kann also eine Werbung nicht OHNE Involvement schalten. In meinem Fall ist es das Produktinvolvement, bedeutet:
Produkte mit hohem Involvement sind zb Autos, niedriges hat zb Zahnpasta.
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Mit freundlichen GRüßen
P.