Hi,
es gibt keinen Grund, verschnupft zu reagieren

. Meine Bewertung bezog sich auf Deine Formulierung, dass Kommunikationsmittel ein Teil der Arbeitszufriedenheit sind. Stattdessen sind sie deiner eigenen Klarstellung nach einer von vielen (Einfluss)faktoren. So stimm ich völlig zu.
Die Hypothesen sind ok--wenn man nach üblichen Standards geht. Korrekterweise müsste es im Grund andersherum sein--d.h. zu erst kommt die Moderationshypothese, weil die klar macht, dass es nicht DEN Effekt gibt, sondern dass der Effekt konditional ist (d.h. von Extraversion abhängt) und dann macht man in der...nennen wir sie mal "marginal effects-Hypothese" (weil es ja keinen Haupteffekt gibt), dass --egal wie der Moderator ausgeprägt ist--Kommunikationsmittel sich positiv auf Arbeitszufriedenheit auswirken. Eine Alternative wäre, wenn die Moderation z.B. disordinal ist--d.h. bei niedriger Extraversion soll der Effekt positiv sein, bei hoher negativ, oder bei niedriger E. ist er 0, bei hoher ist er positiv.
Das macht auch klar, dass in jeder Moderatorhypothese klar sein sollte, wie die Interaktion genau aussehen sollte, aber wie gesagt, wenn du bei dem bleibst, was du hast, wird das funktionieren. Nur würd ich all das eher Deinen Betreuer fragen. Der bewertet das am Ende schließlich.
Was die Messung der Arbeitszufreiedenheit mit 10 items anbelangt: Was sagen denn die 10 items? Ich nehme an, dass jedes Item sich auf irgendeine Arbeitsfacette bezieht (z.B. zufrieden mit dem Inhalt, dem Vorgesetzten, dem Gehalt, den Kollegen etc.). In dem Fall macht es weniger Sinn, den Effekt von Kommunikaitonsmitteln auf diesen Mischmasch zu testen. Alternativ könnte mit multiplen items die allgemeins Arbeitszufriedenheit gemessen worden sein. Kannst ja mal zurückmelden. Wenn es ein Index ist, könntest du mit einer exploratorischen post-hoc-Analyse schauen, wie die Beziehungen zwischen Kommunikationsmitteln und den Einzelfacetten aussieht. Wie anfangs erwähnt, kann es einen spezifischen Effekt geben, den du verwässerst, wenn du alles zusammenwirfst.
Grüße
Holger