G*Power und absurde Alphafehler

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

G*Power und absurde Alphafehler

Beitragvon Wollerious » Do 30. Mai 2013, 14:17

Hallo,

ich stehe da vor einem Dilemma:

Der Zweitgutachter nutzt scheinbar ganz gerne G*Power um den kritischen t-Wert bzw. Alpha zu bestimmen.
Ich hätte nun einfach meine Tests gemacht, bekomme p-Values und sehe dann bei 5% und 1% signifikant oder nicht.
Nun kommt ja das Konzept von Teststärke und Effect Size dazu und nun geht die Überlegung los:

Ich gebe das ein und bekomme Werte von 1,65 oder zum Teil (für die Teilstichproben nach Splitting für Moderatorentests) unter 1!!
Effect size soll 0,17 sein, alpha/beta Ratio eins (q=1). Die Autoren schreiben auf Ihrer Homepage:

"Of course, compromise power analyses can easily result in unconventional significance levels larger than α=.05 (in case of small samples or effect sizes) or less than α=.001 (in case of large samples or effect sizes). However, we believe that the benefit of balanced type-1 and type-2 error risks often offsets the costs of violating significance level conventions."

Macht das Sinn oder zerpflückt mir das nicht jeder bei einem teilweise zweistelligen Alphafehler? Ich hatte im Studium im Kopf, etwa 2 standard deviations, 1,96 entspricht einem 5%-igen Alpha-Fehler, 1% eben mehr jeweils an Prüfschwelle. Tue mich schwer, Hypothesen im PLS-SGM mit t-Stat 1,02 bspw. als bestätigt zu markieren.

Nutzen den viele G*Power oder besser die "klassische" Variante und p-Werte mit Prüfniveau des Alphafehlers vergleichen?
Wollerious
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